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Jahreshauptversammlung 2010 der Kulturinitiative
Ein kritischer Blick über die Halbbrille - Egon Koling setzt zur Begrüßung der KI-Mitglieder an. Gut besuchte Generalversammlung sind stets ein schlechtes Signal. Knapp 20 Mitglieder haben sich im großen Saal des Goldenen Sterns versammelt, um zu erfahren, was der Insiderkreis längst weiß. Die Kulturinitiative ist genesen. Noch vor gut vier Jahren drohte die Insolvenz: Ein Schuldenstand von über 30 000 Euro, erregte Debatten zwischen Vorstand, Mitgliedern und möglichen Sanierern. Viele Mitglieder waren dabei. Und dann kam der klare Schritt: Das rettende Darlehn der Kreissparkasse, ein Sanierungsvorstand mit Egon Koling an der Spitze, ein deutlich ausgedünntes Programm mit echten Quoten- und Kassenbringern sowie eine weiterhin höchst engagierter Mitgliederstamm brachten die Wende. Zum Ende des Jahres konnte die KI das Darlehn ablösen, weist nunmehr tiefschwarze Zahlen auf und wartet neuerlich mit einem höchst abwechslungsreichen und interessanten Programm auf. Wir brauchen einfach ein paar Reserven, begründete Egon Koling die Reserven und verwies in diesem Zusammenhang auf immer wieder mögliche Veranstaltungs-Risiken. Lohn für eine sich in blendender Form präsentierende Kulturinitiative war am Donnerstagabend das einstimmige Votum der Mitglieder zum Vorstand. Einstimmig bestätigt wurden Egon Koling als Vorsitzender ebenso wie sein Vertreter Werner Jacobs. Keine Gegenstimmen fielen auf den Geschäftsführer und dessen Vertreter. Peter Hamelmann und Wolfgang Scheibel werden auch im kommenden Jahr die Amts geschäfte weiterführen. Ein wichtiges Jahr übrigens, denn die Kulturinitiative feiert 2012 ihren 25. Geburtstag. Ein kabarettstisches Geburtstagsständchen ist für dieses Jubiläum bereits gebucht. Volker Pispers, der vor 25 Jahren seine Kabarettistenkarriere als Gast der KI in Greven vor einer Handvoll begeisterter zuschauer begründete, wird im 2012 im Ballenlager gastieren.
Die Erfolgsmeldung gleich vorne weg: Die Zeiten finanzieller Schieflage, als der Kulturinitiative Ende 2006 mit 36 000 Euro Verbindlichkeiten die Insolvenz drohte, sind vorbei. Wir sind weitgehend aus dem Schlamassel raus, verkündete Wolfgang Scheibel, Finanzfachmann im KI-Vorstand, bei der Mitgliederversammlung am Freitag. Das solide Wirtschaften der letzten drei Jahre schlägt sich nun sichtbar in den Zahlen nieder: Im Jahr 2009 durfte sich die KI über 128 000 Euro Umsatz freuen. 109 000 Euro fielen auf der Ausgabenseite an. Macht unterm Strich ein Plus von 19 000 Euro für das letzte Geschäftsjahr. Mit Zufriedenheit können wir sagen, dass die KI auf einem guten Weg ist, freute sich KI-Vorsitzender Egon Koling über die positive Jahresbilanz. Das neue Konzept habe sich bewährt. Wir haben strikt auf die Kosten geachtet, das Programm nicht überfrachtet und Kooperationspartner eingebunden, so Koling. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Restschuld für das Darlehen aus Krisenzeiten beläuft sich auf nur noch 10 500 Euro. Ein Erfolg, der ohne das Engagement der Mitglieder - zum Beispiel beim Thekendienst - nicht möglich wäre, lobte Koling die KI-Gemeinde als treue Multiplikatoren. Ein weiterer Teil des neuen Erfolgsrezepts: Die Abstimmung untereinander wurde optimiert. Bei der Verpflichtung von Künstlern entscheidet der Vorstand heute immer gemeinsam. Kostspielige Alleingänge, bei denen einzelne Personen die Engagements an Land zogen, sind Schnee von gestern. Und das erfolgreiche Credo Qualität vor Quantität wird auch von den Besucherzahlen bestätigt: Bei 19 Veranstaltungen in 2009, von denen fünf unter einer Kooperationspartnerschaft liefen, kamen durchschnittlich 308 Besucher ins Ballenlager und 88 in die Kulturschmiede. Publikumsmagneten wie das Klassikkonzert und Storno ermöglichten schließlich die Verpflichtung von Weltklasse-Künstlern wie dem Schauspieler Rufus Beck und dem skandinavischen Jazz-Duo Cecilia Norby und Lars Danielsson. Ein herausragendes Ereignis, blickte Egon Koling schwärmend auf den glänzenden Auftritt der Jazz-Stars zurück. Bei so viel Optimismus bestätigten die Mitglieder einstimmig den Vorstand um Egon Koling, Geschäftsführer Peter Hamelmann, dessen Stellvertreter Wolfgang Scheibel sowie die Beisitzer Günther Hill, Katharina Raabe und Alfred Huckenbeck. Neu im Vorstand ist Werner Jacobs, der den ehemaligen KI-Chef Wilhelm Meibeck im Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der KI beerbt. Christa Kleinwächter wurde als neue Beisitzerin bestimmt. Matthias Kleinwächter und Rita Martschinke prüfen im nächsten Jahr die Kasse. Dass auch dann wieder eine positive Bilanz gezogen wird, scheint sich schon anzukündigen: Das Jahr 2010 ist bislang erfolgreich und interessant verlaufen, wagte Egon Koling eine kleine Vorschau. Und ein weiteres KI-Mitglied freute sich: Wir sind auferstanden wie ein Phönix aus der Asche.
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