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303 Artikel im Archiv

2011 - Tobias Sudhoff in der Kulturschmiede

Tobias Sudhoff in der Kulturschmiede (WN)Keine leichte Kost für die Kabarettfans - bei Tobias Sudhoffs Flugversuchen am Freitagabend in der Kulturschmiede war Mitdenken einfach erste Bürgerpflicht. Massentauglichkeit strebt der Mann aus dem Emsland wohl nicht an, sein Metier als feinsinniger Wortkünstler erreicht eher die Feinschmecker unter den Linguisten. Als Conférencier in Varietés, renommierter Jazzpianist mit internationalen Ambitionen, Texter und Übersetzer mit Sinn für sprachliche …

2011 - Storno im Ballenlager

Storno im Ballenlager (WN)Der satirische Jahresrückblick der Kabaretttruppe Storno war wie ein Sack. Jochen Rüther, Harald Funke und Thomas Philipzen steckten bei ihrem viel beklatschten Auftritt am Samstag im ausverkauften Ballenlager alle großen Themen des Jahres 2010 hinein und hauten drauf - trafen immer, und regelmäßig die Lachmuskulatur des Publikums. Mit zwei Ausnahmen. Man kann schlecht sagen, dass die knapp drei Stunden Höhepunkte gehabt hätten. Die Kabarettisten bewegten sich bei …

2011 - Peter Fessler und Kento Su Nova in der Kulturschmiede

Peter Fessler und Kento Su Nova in der Kulturschmiede (WN)Der Jazzabend mit Kento Su Nova hatte noch gar nicht richtig angefangen, da war scheinbar schon alles vorbei. Nach nur einer kurzen, kreativ-verjazzten Version von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, die als Eisbrecher fürs Publikum diente, legte die Band um den Grevener Tobias Sutthoff die Instrumente gleich wieder beiseite, weil Schlagzeuger Joost Kesselaar auf der A2 in einen Stau geraten war und erst mit großer Verspätung eintrudelte. …

2011 - Knut Kiesewetter in der Kulturschmiede

Knut Kiesewetter in der Kulturschmiede (WN)Das nordische Jazz-Urgestein Knut Kiesewetter bei der Kulturinitiative Greven - so etwas ist eigentlich eine Sensation. Denn seit seinem 65. Geburtstag hat sich einer der größten deutschen Jazzer mit internationaler Anerkennung weitgehend vom Konzertleben zurückgezogen. Wäre nicht der Pianist Tobias Sudhoff als enger Freund von Knut Kiesewetter auch mit der KI verbunden, solch einen swingenden Abend hätte es wohl nicht gegeben. Zusammen mit dem …

2011 - Kitty Hoff in der Kulturschmiede

Kitty Hoff in der Kulturschmiede (WN)Eigentlich ist ja Berlin ihre Wahlheimat. Die Großstadt und die skurrilen Geschichten, die die Metropole schreibt, bieten den Stoff, aus dem Kitty Hoff ihre Lieder oder besser gesagt „Chansons“ strickt. Aber die geborene Münsteranerin Hoff ist auch in Greven bei der Kulturinitiative „Zuhause“. Nicht, weil der Titel ihrer CD oder ihres Bühnenprogramms so lautet. Nein, Kitty Hoff, Vertreterin des deutschsprachigen „Nouvelle Chanson“, hat sich in die …

2011 - Helmut Thiele (Der Kontrabass) in der Kulturschmiede

„Der Kontrabass“ in der Kulturschmiede (WN)Große Schauspielkunst gab es am Freitagabend in der Kulturschmiede. Ein Kontrabass als allgegenwärtiges Requisit, ein mit Büchern und Statuetten von Komponisten überfülltes Zimmer, dazu ein Schauspieler mit großer Präsenz und Wandlungsfähigkeit - mehr brauchte es nicht zu einem inspirierenden Theatererlebnis für die vielen Liebhaber niveauvoller Unterhaltung. Man kann sich wohl auch keine bessere Besetzung für die Tragikomödie „Der Kontrabass“ von …

2011 - Hannes Wader im Ballenlager

Hannes Wader im Ballenlager (WN)Er hat immer noch so viel zu sagen, seine Worte gehen tief unter die Haut und bewegen die Seele. Hannes Wader ist mit seinen 68 Jahren immer noch einer der ganz großen Lyriker, ein Politbarde, Revolutionär und Traditionalist gleichermaßen. Wenn er wie am Samstag im übervollen Ballenlager seine Stimme erhob, lauschten ihm nicht nur die treu gebliebenen Fans, auch ganz viele junge Menschen wollten dieser Ikone deutscher Liedermacher einmal persönlich begegnen. Er …

2011 - Eure Mütter im Ballenlager

Eure Mütter im Ballenlager (WN)Um es gleich vorweg zu sagen: Wer am Samstagabend im nahezu ausverkauften Ballenlager klassisches, scharfkantiges Politkabarett erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Denn das Comedy-Trio „Eure Mütter“ machte dem Namen seines Programms „Nix da Leck mich Auf geht´s“ alle Ehre. Keine Politik, sondern die Absurditäten des Alltags und ganz speziell all dessen, was sonst unter Boxershorts, Schlüpfern und BHs verborgen bleibt, standen im Mittelpunkt der mit …

2011 - Dr. Martin Dziersk im Ballenlager (Teil 3)

Amüsant, kenntnisreich, anekdotengespickt: So präsentierte sich am Freitag wieder einmal Dr. Martin Dziersk bei der KI. Diesmal nahm er sein Publikum mit auf eine Reise durch den Dschungel christlicher Symbolik, ihrer Doppeldeutigkeiten und Entstehungsgeschichten, kurz: es ging um Ikonographie. Diesem Fachwort zum Trotz überzeugte - und unterhielt - der Künstler, Kunsthistoriker und Kunstlehrer Dziersk einmal mehr mit seinen Deutungen, Seitenhieben und einer Flut an Beispielen aus dem …

2011 - Dr. Martin Dziersk im Ballenlager (Teil 2)

Dr. Martin Dziersk im Ballenlager (WN)„Von vorne bis hinten auf Lesbarkeit getrimmt“ beteuert der Referent und nimmt ein gut 300 köpfiges Publikum mit auf eine abenteuerliche Reise durch Jahrhunderte der christlichen Ikonographie. Doch christlich? Mit dem doppeldeutigen Titel „Ich sehe was, was du nicht glaubst“ vermittelt der Künstler, Kunsthistoriker und Kunstlehrer Dr. Martin Dziersk schon einmal, wohin die Reise gehen könnte. Wo auf den ersten Blick das ursprünglich Christliche der Marien-, …

2011 - Dr. Martin Dziersk im Ballenlager (Teil 1)

* - dieses kleine hoch gestellte Schriftzeichen heißt Asterisk. Ein kleiner Stern, ein Star. Wie der fast gleichnamige Asterix, der Held aus den beliebten Comics von Goscinny und Uderzo. Das Schriftzeichen kommt übrigens durchaus als solches in den Bänden vor, besonders dann, wenn die Piraten mal wieder über den Untergang ihres Schiffes fluchen. Nun gehört nicht viel dazu, den kleinen, dank Zaubertrank superstarken Gallier als den Star der Bildergeschichten zu erkennen. Die kolorierten …

2010 - Robert Kreis in der Kulturschmiede

Robert Kreis in der Kulturschmiede (WN) Früher war alles besser? Mitnichten. Robert Kreis weiß es noch ganz genau. Nach einem seiner ersten Auftritte in den 80er Jahren stieg er in einer Pension ab. Sein Zimmer für die Nacht war offenbar scheußlich. Die Einrichtung stammte wohl noch aus den 50er Jahren. Anders hätte sich Kreis dies nicht erklären können. Der Linoleum-Fußboden in einem „Kackabraun“, der mausgraue Teppich übersät mit Spiralmustern, und das zartgrüne Doppelbett glich einer …

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