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Eri Wels in der Kulturschmiede






Eri Wels in der Kulturschmiede


Eri Wels in der Kulturschmiede (WN)
Ob der Herrgott gewusst hat, was er da tat, als er diese Frau mit dieser Stimme beschenkte? Wenn ja, dann ist er ein Genie, der da oben, ein Fan von Jazz, Samba, Spirituals. Denn so klein Eri Wels, geborene Indonesierin und heute in Deutschland beheimatet, auch ist, so groß ist ihre Stimme. Modulationsfähig, mitreißend, „soulig“ eben. Ein Ohrenschmaus für Jazzfans und Liebhaber südamerikanischer Musik. Am Samstagabend war Eri Wels mit Band zu Gast in der Kulturschmiede.

Und als ob es die kleine Frau dem großen Herren im Himmel danken wollte, stimmte sie gleich mal ein paar Gospels und Spirituals an. „I want to be ready“, „Hey Jesus“, „If you can´t come“ – bei letzterem fügte Eri Wels auf ihre charmant-bescheidene Art hinzu: „Gott hat ja momentan einige Überstunden zu machen. Bei dem, was alles geschieht. Ich weiß nicht, ob es noch verrückter werden kann in unserer Welt.“ Nachdenkliche Worte, mit mächtigem Elan umgesetzt in die Sprache der Musik. Unterstützt wurde die dunkelhäutige Gesangskünstlerin an diesem herbstlichen und gemütlichen Abend in der Schmiede von ihrer Band. Vielleicht nicht ganz, denn die Namen der Kollegen hatte Eri Wels nicht alle parat. Freund Manfred Wex am Saxofon – das war eine klare Sache. Der Holzbläser brillierte an seinem Instrument mit virtuos anmutenden Improvisationseinlagen. Aber ein Jazzabend ohne Combo ist nun auch nicht das Wahre: Gut, dass da noch weitere Jazzmusiker in die Bresche sprangen. Christian Manchen begleitete die Songs am Klavier. Oswin Geldermann zupfte die Saiten am Kontrabass. Für den Beat sorgte Schlagzeuger Friedemann Kühn. Ein harmonisch aufspielendes Ensemble. „People need people“ – „Menschen brauchen nun mal Menschen“, verriet sogleich ein weiterer Titel auf der Gig-Liste. Dass ist beim Jazz so, „und das ist in der Liebe so“, philosophierte Eri Wels, ehe sie wieder zum Gesang ansetzte.

Neben den christlich geprägten, in den Jazz übertragenen Stücken standen auch Swing, Musicalmelodien und spanische Klänge auf dem Programm. Ein Samba durfte da ebenfalls nicht fehlen. „Echtes Brasilien-Feeling“, schwärmte Jazz-Sängerin Wels. Ein Gefühl, das auch auf das Publikum – rund 70 Konzertgänger kamen in die Schmiede – überschwappte. Und wenn sich die Sängerin mal eine Pause gönnte, füllten die Instrumentalisten die Lücke hervorragend. Dann griff Eri Wels einfach zu den Percussions und beeindruckte auch hier mit schnellen Rhythmus-Improvisationen.

Ein Konzert, das gern auch hätte weitergehen sollen: Als der Moment dann doch irgendwie anstand, wagte Eri Wels zum Abschluss noch ein Tänzchen mit einem werten Herrn aus dem Auditorium. Hut ab, Eri Wels.

Eri Wels in der Kulturschmiede (GZ)

 „Swing und Jazz begleitet von Trommelklängen und südamerikanischem Samba – das ist schon etwas Ungewöhnlich und Ausgefallen”, beurteilt Klaus Weiß die Musik von Eri Wels. Aber genau deshalb war der Reiz so groß, am Samstagabend in der Kulturschmiede vorbeizuschauen und sich musikalisch überraschen zu lassen.

Mit Interpretationen von Gospels, Spirituals und spanischen Gesängen stellte Eri Wels ihr Repertoire vor und überzeugte damit offenbar Jung wie Alt. Lieder wie „Samba di orfeo” – ein typisch südamerikanischer Song -, „Summertime” sowie „Brasil” kamen bei den rund 70 Zuschauern besonders gut an. „Ich kannte Eri Wels vorher noch nicht. Mit viel Neugierde bin ich daher zu ihrem Konzert gekommen und sie hat mich überzeugt”, freute sich Susanne Sahle.

20 Stücke stellte die Sänge-rin, Gitarristin und Percussionistin dem Publikum vor. Dabei wurde sie von ihren Bandmitgliedem tatkräftig unterstützt. Christian Manchen am Klavier, Friedemann Kühn am Schlagzeug, Oswin Geldermann am Kontrabass und Manfred Wex am Saxofon be­gleiteten Eri Wels und machten ihre Musik noch unvergesslicher.

„Das Konzert ist toll”, stellte Klaus Weiß schon in der ersten Pause fest. „Normalerweise stehe ich mehr auf Jazz, aber bei Eri Wels würde ich sagen: Die Kombination macht’s.”