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Ombre di Luci in der Kulturschmiede






Ombre di Luci in der Kulturschmiede


Ombre di Luci in der Kulturschmiede (WN)

Die Kulturinitiative hat am Samstag in der ausverkauften Kulturschmiede ihren treuen Anhängern mit der Gruppe „Ombre di Luci“ ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht. Nach einem von der KI spendierten Gläschen Sekt zeigten die sympathischen Musiker aus Osnabrück bei diesem spritzigen Konzertabend ihre ganzen Qualitäten. Die Erfolgsgeschichte von „Ombre di Luci“ begann vor 16 Jahren in einer kleinen Osnabrücker Pizzeria. Bei „Vino e Pasta“ entdeckten fünf Musiker ihre Leidenschaft für den „Canzone italiane“.

Wenn man den mitreißenden Liedern dieser Band lauscht, so könnte man Raum und Zeit vergessen, sich in die Welt des „Don Camillo und Peppone“ versetzt fühlen. Dieses Musikerlebnis wirkte fast wie eine Hommage an vergangene Reisen, erschienen Rom, Mailand und Florenz irgendwie zum Greifen nah.

Aus ihrem großen Repertoire hatten sie spontan ein Programm zusammengestellt, das auch Raum ließ für die Einstimmung auf die kommenden Festtage. So war ihr selbst komponiertes Weihnachtslied „La leggenda die Natale“ eine mitreißende Huldigung an die Geburt Christi, verband sich in Musik gesetzte Glaubensaussage mit mediterranem Lebensgefühl. „Ombre di Luci“ verband in ihren italienischen Liedern Esprit und Leidenschaft, streute eine kleine Prise Humor dazu und selbst das politische Leben Italiens fand sich in Liedern wie „Cumpari in carriera“ wieder. „Re, schiavo e ladro“, die Moritat von König, Sklave und Dieb, hatte das Potential zu einem kultverdächtigen Lied. „Ombre di Luci“ bediente sich in verschiedenen Welten, Pianist, Akkordeonspieler und Sänger Marcus Tackenberg „klaute“ gar bei amerikanischen Filmmelodien aus „Tom und Jerry“.

Die Texte stammen zum großen Teil aus der Feder von Giovanni Armanni, handeln von den kleinen und großen Dingen, die das Leben der Menschen unter südlicher Sonne bestimmen. Innige Stimmungsbilder gab es bei „Madre Sicilia“, fürs Herz litt man gemeinsam mit dem Ensemble bei „Perduto Amore“, der verlorenen Liebe. Vom Madonnenmaler bei „Madonnaro“ bis zu den trotteligen Dieben „Ladri sfigati“ gab es einfach alles, was köstlich unterhalten konnte. Mit feinsten Saitenklängen schufen Ludwig Voges (Cello und Gitarre), Ralf Overmann (Kontrabass, Gitarre und Mandoline) den instrumental farbenreichen Grund, wurden dabei versiert unterstützt von Markus Preckwinkel, der virtuos an Posaune und Tuba agierte. Punktgenau setzte Schlagzeuger Karl Snelting seine Akzente, diese Band hätte sicherlich an jeden Ort jenseits der Alpengrenze ihr Zuhause haben können. Die Bezeichnung der Musiker von „Ombre di Luci“ als „falsche Italiener“ wurde an diesem abwechslungsreichen Abend rundum widerlegt. Ihre Begeisterung für das Heimatland von Pizza und Pasta haben sie mit einer ganz eigenen Musik umgesetzt, die alle stilistischen Grenzen Pop, Latin, Jazz, Folk und Chanson mit südländischem Charme überwand.