Back to Top

Rote-Mühlen-party im Ballenlager 2009






Rote-Mühlen-party im Ballenlager 2009


Rote-Mühle-Party in der Kulturschmiede (WN)

Greven – Die Füße wippen im Beat. Die Tanzfläche ist voll. Nur wenige Zentimeter trennen Tänzerinnen und Tänzer. Aber egal: Hautkontakt gehört nun einmal zum richtigen Disco-Feeling. Der Schweiß tut da nichts zur Sache. In der Masse wummert die Musik eben am besten. Das war so in den wilden 70ern, der Disco-Zeit schlechthin. Das ist heute nicht anders. In der Schmiede Samstagnacht zumindest hatte man diesen Eindruck. Denn Discjockey „Fatty“ alias Werner Heiring legte alte Schätzchen aus seiner Plattensammlung auf und ließ die Rote Mühle, einst Grevens stolze Soul-Disco, für einen Abend wieder zum Leben erwachen.

„Das ist einfach nur verrückt. Wenn Fatty ruft, rennen uns alle die Bude ein“, zeigte sich Wilhelm Meibeck von der Kulturinitiative bereits am frühen Abend beeindruckt. Ausverkauft war die fünfte Auflage der Revival-Party schon seit langem. Schließlich gibts das Party-Highlight nur einmal im Jahr. Zwischen 1972 und 1976 war das anders: Da heizte Werner Heiring Tag für Tag dem Party-Publikum in der Roten Mühle an der Konradstraße ein.

Soul vom Feinsten, ein paar Oldies und Pop-Klassiker standen damals wie heute auf dem Programm. „Das vibriert immer noch“, weiß DJ „Fatty“. Die Nostalgie der Musik scheint anzukommen. „Das alt bekannte Rote-Mühle-Publikum kommt natürlich gerne. Aber auch die jüngere Generation tanzt mit“, so DJ Werner Heiring. Die Songs der amerikanischen Soulformation Temptations sind Kult: Mit „Papa was a Rollin Stone“ zog es viele aufs Tanzparkett. George McCraes „Rock your baby“ stand dem ebenfalls nicht nach. „Diese Hits sind einfach der Renner“, brachte es der Discjockey auf den Punkt. Seinen Anteil an diesem „Evergreen“ darf man nicht außer Acht lassen.

Die Musik in der Schmiede kam wie in alten Zeiten vom schwarzen Vinvl der Schallplatten – nicht aus dem Computer oder von der CD. Werner Heiring legte auf wie früher. Platte für Platte – Hit für Hit hieß es: Konzentration. Den Arm eingeklappt, musste die diamantene Nadel sanft aufs edle Plattenvinyl. Für den erfahrenen Discjockey „Fatty“ war das wohl kein Problem.

Wie gemacht für Party-Stimmung erster Klasse kam die Schmiede daher. Gefeiert und getanzt wurde bis tief in die Nacht. Ein Partygänger rief es durch Menge, was wohl alle fühlten: „Die Rote Mühle lebt!“

 

Rote-Mühle-Party in der Kulturschmiede (GZ)

Auch wenn es die Kultabende in der Roten Mühle seit 1983 nicht mehr gibt, so lebt die Tradition doch munter weiter. Bereits zum fünften Mal veranstalteten „Fatty“ Heiring und Wilhelm Meibeck am Samstagabend in der Kulturschmiede die Rote-Mühle-Party – natürlich war die Veranstaltung ausverkauft.

Schon zu Beginn des Abends war es voll und von der ersten Platte an wurde getanzt. DJ „Fatty“ Heiring weiß, wie er Stimmung in den Saal bekommt. „Die Musik ist einzigartig – wie damals, als es die Mühle noch gab“, freuen sich Anton und Ulla Brunsmann über die tolle Stimmung.

In den Siebzigern war die Mühle eine der Kultdiscos des Münsterlandes, so dass auch viele Leute von außerhalb zum Feiern anreisten. Und das hat sich bis heute nicht geändert. „Wir haben viele Leute von früher wiedererkannt“, so das Ehepaar Brunsmann. Auch Organisator Wilhelm Meibeck war begeistert: „Fatty trifft halt immer wieder eine geniale Musikauswahl!“

Ein bisschen Rock, ein paar Schnulzen, aber auch die Charts und Partyhits der 70er und 80er Jahre durften natürlich nicht fehlen. Immer und immer wieder stießen die Nostalgiker auf alte Zeiten an – und stellten fest: „Bis auf die Location hat sich eigentlich nichts geändert.“

Genauso sah das auch Karin Süßmuth: „Die Stimmung ist absolut mit damals vergleichbar. Deshalb werde ich auch beim nächsten Mal wieder mitfeiern.“ Und das wird schon im nächsten Jahr sein. Denn Meibeck und Heiring haben versprochen: „So lange wir noch zwei Beine zum Tanzen haben, möchten wir jedes Jahr eine Rote-Mühle-Party organisieren.“