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Zed Mitchell in der Kulturschmiede






Zed Mitchell in der Kulturschmiede


Zed Mitchell in der Kulturschmiede (WN)
Mit dem charismatischen Gitarristen, Sänger und Komponisten Zed Mitchell und seiner Band hat die Kulturinitiative den vielen Bluesfans am Samstagabend ein mitreißend musikalisches Präsent gemacht. In der ausverkauften Kulturschmiede zeigte sich der Saitenmagier von seiner besten Seite und übertraf dabei mit seiner authentischen Art alle an diesen Abend gestellten Erwartungen.

Zed Mitchel alias Zlatko Nanojlovic gilt nicht umsonst als einer der besten europäischen Rock- und Bluesgitarristen. Mit seiner Band begleitete er internationale Größen, mit der Bluescompany hat er sich an die Spitze der Blues-Szene gespielt. Wenn er sich als „King of the Blues“ zeigte, konnte er sich dabei auf die Gitarrenkünste seines Sohnes Ted Mitchel verlassen, dem wohl das musikalische Talent mit in die Wiege gelegt worden ist. Das markante Spiel seines Vaters wusste er mit Sensibilität und Einfühlungsvermögen wunderbar zu ergänzen, bereicherte die auch mit dem Bassisten Goran Vujik bestens vertretene Saitenfraktion um eine inspirierende Facette.

Powerblues mit rockiger Gangart ließ die Kulturschmiede in ihren Grundfesten erzittern, spätestens bei „Black Magic Woman“ verloren die Bluesfans jegliche Zurückhaltung und ließen sich mitreißen im Sound einer bestens aufeinander eingespielten Band. Mit humoristischen Einlage schuf Zed Mitchell ein intensives Band zum Publikum, wusste als versierter Entertainer den Abend aufzubauen wie ein köstliches Melodienmenü. Ob er nun so bekannte Blues-Balladen wie „Springtime in Paris“ zelebrierte oder sich virtuos und feurig bei seinem Kollegen Mark Knopfler bediente, all dies klang in seiner einzigartigen und ausdrucksstarken Interpretation fast besser als im Original.

Die ausgeprägte Spielfreude von Zed Mitchell und seine bis ins Detail perfekte Kunst gaben jedem Song ein ganz eigenes Gewand. Längst vergangen schienen die Zeiten, als er sich seinen Lebensunterhalt als Studiomusiker verdienten musste. Er spielte an diesem Abend einfach das, woran er mit ganzem Herzen hängt – guten, von Hand gemachten Blues mit funkigen Elementen gewürzt. Vom traditionell gehaltenen Blues bis zum relaxten Rock bot er dem begeisterten Publikum einen jederzeit mitreißenden Abend.

Die Sympathien der Bluesfans hat Zed Mitchell im Sturm erobert, sein „Nobody loves me“ war zwar bester erdiger Blues, entsprach aber sicherlich nicht der Stimmung in der Kulturschmiede. Denn dort waren alles Bluesfans vereint beim „Money for the Blues“ und reisten im „Cadillac“ leicht benebelt durch JJ Cale‘s „Cocaine“ durch die weiten amerikanischen Blueswelten.